Genuss ist Heimat

Werbung, weil Namens­nen­nungen und Verlinkungen
München, 4. November 2019 – Vor etwa einem Jahr wurde in München von Land­wirt­schafts­mi­nis­terin Michaela Kaniber der kuli­na­ri­sche Reise­führer100 Genus­sorte in Bayern“ präsen­tiert. Darin werden die 100 besten Genus­sorte vorge­stellt. Ausge­wählt hat die 100 Genus­sorte eine unab­hän­gige Experten-Jury. Im Rahmen eines Wett­be­werbs konnten sich dafür alle baye­ri­schen Städte und Gemeinden bewerben. Initi­iert wurde der Wett­be­werb inner­halb der „Premi­um­stra­tegie für Lebens­mittel in Bayern“.

Der Hopfenschmecker - Über Biergenuss und mehr ... war bei "Genuss ist Heimat"

Am vergan­genen Montag nun veran­stal­teten das Baye­ri­sche Staats­mi­nis­te­rium für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft und Forsten und die Baye­ri­sche Landes­an­stalt für Weinbau und Gartenbau ein Sympo­sium für Vertreter der 100 Genus­sorte, bei dem ihnen Vertreter von Insti­tu­tionen und erfolg­rei­chen Firmen aus der Genuss­branche – ihrer­seits auch „Genus­sorte“, sowie Top-Refe­renten Infor­ma­tionen und Tipps an die Hand gaben, wie sie aus der Auszeich­nung „Genus­sort“ noch mehr machen können. Tatsäch­lich haben alle Orte das Prädikat bereits mit Erfolg zu ihrem Nutzen einge­setzt und Stra­te­gien umge­setzt, sich auch teil­weise vernetzt und gemein­same Projekte gestartet.

Stephan Grüne­wald, Psycho­loge und Autor des Spiegel-Best­sel­lers „So tickt Deutsch­land“, hielt einen infor­ma­tiven, aber auch unter­halt­samen Vortrag über „Genuss-Trends und Heimat­liebe aus Sicht der psycho­lo­gi­schen Markt­for­schung“ mit zahl­rei­chen Beispielen. Er kam – für mich – zum Schluss, dass eine durch Verlust von Orien­tie­rung und Vertrauen, durch Ohnmachts­ge­fühle und schlechtes Gewissen „aufge­wühlte Gesell­schaft“ wie die gegen­wär­tige letzt­lich über hoch­wer­tigen Genuss an Vertrautes erin­nert wird und so ein „Heimat­ge­fühl“ wiederbekommt.

Der Hopfenschmecker - Über Biergenuss und mehr ... war bei "Genuss ist Heimat"

Genuss ist also ein „Türöffner“ gerade in der heutigen Zeit.

Günther Reifer, Gründer und CEO des Terra Insti­tute, infor­mierte zum Thema Tourismus und Nach­hal­tig­keit. Terra Insti­tute ist eine Bera­tungs­firma mit Schwer­punkten auf Nach­hal­tigem Wirt­schaften und Gemein­wohl­öko­nomie, um es kurz auszu­drü­cken. Das Themen­feld ist viel komplexer als ich es hier erklären kann, ich empfehle den Besuch der Webseite.

Als Kern­sätze seines Vortrages verstehe ich:

Nach­hal­tiger Tourismus ist die Form des Tourismus, die die aktu­ellen und zukünf­tigen wirt­schaft­li­chen, sozialen und ökolo­gi­schen Auswir­kungen, die Bedürf­nisse der Gäste, der Indus­trie, der Umwelt und der Gast­ge­meinden voll berücksichtigt“.
(World Tourism Orga­ni­sa­tion UNWTO)

Damit das Ganze nicht nur therore­tisch und abstrakt war, hatte er zwei „Best Practise“-Beispiele dabei – den Genuss­markt „Pur“, der seine Mission so ausdrückt:

Unser gemein­samer Auftrag ist es, den Anbau, die Produk­tion und den acht­samen Konsum von Wein & Lebens­mit­teln – die glück­lich machen – zu fördern.
Wir sind Impuls­geber, Regio­nal­ent­wickler und Wertegemeinschaft.“

… und das Restau­rant AlpiNN von Ster­ne­koch Norbert Nieder­ko­fler auf dem Kron­platz.
Die kuli­na­ri­sche Philo­so­phie ist:

Das Menü im AlpiNN basiert auf Saiso­na­lität und Regionalität.
Jedes Gericht spie­gelt die Berge, die harte Arbeit der Bauern und Züchter, die Qualität ihrer Produkte, die über­lie­ferten Tradi­tionen, die Sorg­falt und die Ausdauer wider.
Wir redu­zieren den Abfall auf ein Minimum.
Von Kartof­fel­schalen über Fleisch­ab­fälle, bis hin zum Koch­wasser von Gemüse kann in krea­tiven Rezepten alles zu einer Zutat werden.
Um den Verbrauch von Wasser­fla­schen zu vermeiden, greifen wir auf das Wasser unserer Berge zurück. Das alles bedeutet, sich um die Zutaten zu kümmern und den Wert des gesamten Produkts zu steigern.
Einfache, reine und unver­fälschte Rohstoffe sind uner­läss­lich, um den wahren Geschmack einer für jeden zugäng­lich lokalen Berg­küche genießen zu können.“

Das sind Anre­gungen und Argu­mente gerade für die „100 Genus­sorte“, aber nicht nur für diese.

Wolf­gang Wagner von der BAYERN TOURISMUS Marke­ting GmbH plädierte dafür, „Geschichten zu erzählen“, denn viel mehr als pure Infor­ma­tion oder Werbung werden Verbrau­cher von Geschichten ange­spro­chen, hinter denen echte Menschen stecken und mit denen man sich durch deren Authen­ti­zität auch iden­ti­fi­zieren kann.

Ein schönes Image­video für Bayern hatte er auch gleich dabei: “Bayern in 100 Sekunden”

„Ist virtuell das neue real?”

Diese Frage stellte Bern­hard Lingg von der Silber­stern GmbH aus Kempten. Er und seine Firma sind Pioniere im Bereich  „Virtual Reality“, „Augmented Reality“, 360°-Video und deren Einsatz im Tourismus. Er gewährte auch Einblicke in „Virtual Reality“ und „Augmented Reality“, wobei letz­tere Tech­no­logie sicher auch bald Einzug in den Bereich Touristik halten wird. Es handelt sich hierbei um „das Abbild der realen Welt unter Ergän­zung durch compu­ter­ge­ne­rierte Inhalte = Erwei­terte Realität“. Also können beispiels­weise in das Kame­ra­bild eines Smart­phones Infos zu einem gerade anvi­sierten Gebäude einge­blendet werden.

Ein Beispiel für „VR“ ist die „Kempten-App“ 360-Grad: Mit dieser neuen 360°-Virtual Reality App (VR) erlebt die/der Nutzer/in Kemp­tener Hotspots per VR-Brille (oder auch am Smart­phone oder Tablet) – fast als wäre sie/er direkt vor Ort.

Auch Ober­staufen im Allgäu gestattet dem Besu­cher in der Tourist Info in der „Multi­media-Ecke“ virtu­elle Streif­züge durch verschie­dene „Erleb­nis­welten“.

Abschlie­ßend berich­teten Vertreter zweier „Leucht­turm­pro­jekte“ über Entste­hung und Erfolg.

Anton Stetter stellte Regio­nal­ver­mark­tung als Premium-Einkaufs­er­lebnis in den Tegernsee Arkaden vor, und
Thomas Sampl das Zukunfts­mo­dell einer Markt­halle mit Regio­nal­wa­ren­markt und Restau­rant: Hoben­köök.

Der Hopfenschmecker - Über Biergenuss und mehr ... war bei "Genuss ist Heimat"

Am besten besu­chen Sie selbst die Webseiten der beiden Projekte, die jedes auf seine Art sehr gelungen sind.

Ein Tag voll mit Ideen und Anre­gungen für die “100 Genus­sorte”, und auch ich als Schrei­ber­ling nahm Ideen und Anre­gungen mit, über die man bei Bedarf gerne spre­chen kann.