f.re.e – Frei­zeit und Bier

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In München ist grad wieder Messe – Bayerns größte Reise- und Frei­zeit­messe f.re.e (Frei­zeit, Reisen, Erho­lung). Grund genug für uns, für unsere geplanten Aufent­halte in Spanien einige Infor­ma­tionen einzu­holen, aber auch für mich, um mal zu sehen, was rund um das Thema Bier so läuft im Tourismus.

Tatsäch­lich habe ich ein paar Beispiele gefunden und schreibe die hier – ohne Anspruch auf Voll­stän­dig­keit – auf.

Mit der Asamtour Bier & Barock können Sie sich auf eine indi­vi­du­elle Entde­ckungs­reise begeben, auf den Spuren des künst­le­ri­schen Schaf­fens und Wirkens der Gebrüder Asam in der Mitte Bayerns. Start ist in Ingol­stadt, das in der langen Geschichte des Bieres und des Bier­brauens eine bedeut­same Stel­lung einnimmt: 1516 wurde hier von Herzog Wilhelm IV. das Gebot für Bier erlassen, wonach zum Bier­brauen nur noch Wasser, Hopfen und Gerste verwendet werden durften.

Der Hopfenschmecker - Über Biergenuss und mehr ... hat sich auf der f.re.e 2020 nicht nur nach Bier umgesehen

An der Strecke liegen vier Kirchen von Egid Quirin Asam und Cosmas Damian Asam kennen. Die Kirchen (Ingol­stadt, Sandi­zell, Rohr in Nieder­bayern, Welten­burg) spannen alle­samt einen Bogen von der frühen bis zur späten Phase des Wirkens der Gebrüder. Darüber hinaus führt der Radweg durch Natur- und Kultur­räume wie zum Beispiel das Hopfen­land Hallertau. Dem Flüss­chen Paar folgend durch­fährt man nun für einige Kilo­meter das Herz­stück der Hallertau, streift zahl­lose Hopfen­gärten, die vor allem im Sommer zur Reife­zeit eine durchaus impo­sante Erschei­nung darstellen. Das Hopfen­land Hallertau ist das größte zusam­men­hän­gende Hopfen­an­bau­ge­biet der Welt. Insbe­son­dere das Bier bietet hier zahl­reiche Ansätze, die ganz beson­deren kuli­na­ri­schen Genüsse der Region zu “erfahren”. Zahl­reiche Einkehr­mög­lich­keiten bieten ausrei­chend Gele­gen­heit zur Rast und zu gastro­no­mi­schen Streif­zügen.

Natür­lich präsen­tiert sich das Hopfen­land Hallertau selbst, unter anderem mit dem Erleb­nis­pfad Hopfen und Bier mit 17 Infor­ma­ti­ons­ta­feln.

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Auf einer Wande­rung entlang des “Erleb­nis­pfads Hopfen und Bier” erfährt man Wissens­wertes über die Tradi­tion des Hopfen­an­baus und erlebt die einma­lige Land­schaft des Hopfen­landes Hallertau. Der Erleb­nis­pfad beginnt in Main­burg.

Eine herr­liche Kultur­land­schaft erwartet den Wanderer auf der gesamten Strecke. Ein Stück weit führt der Weg entlang der B301, der soge­nannten “Deut­schen Hopfen­straße”, die von Frei­sing nach Abens­berg führt, und zweigt wenig später nach rechts in Rich­tung Ratzen­hofen ab. Halb­zeit!

Nach Ratzen­hofen führt der Erleb­nis­pfad auf einer Land­straße zurück über verschie­dene Ortschaften und endet im Bier­garten des Zieg­ler­bräuMain­burgs letzte Brauerei am Fuß des Salva­tor­bergs.

Von der HVG Hopfen­ver­wer­tungs­ge­nos­sen­schaft e.G. und “Hopfen­land Hallertau” in Wolnzach fand ich die Broschüre” Hopfen & Bier erleben im Hopfen­land Hallertau”. Darin und auf der Webseite von  Hopfen­land Hallertau präsen­tieren sich Braue­reien und bieten teil­weise Führungen an, Braue­rei­gast­höfe, Gast­stätten, Bier­gärten und ganze Ortschaften, in denen der Hopfen und das Bier zentrale Rollen spielen. Rad- und Fußwan­de­rungen durch das Hopfen­land erschließen selbst für unge­übte Wanderer und “Normal­radler” diese schöne Land­schaft. Eine Radwan­der­karte der “Hallertauer Hopfen­tour” nahm ich auch gleich mit.

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Altöt­ting kennt man – DER Marien-Wall­fahrtsort in Bayern. Aber das Hotel Traum­schmiede im nahe­ge­le­genen Unter­neu­kir­chen bietet ein “Bieriges Wochen­ende mit Bier-Wall­fahrt”.

Dabei geht es ganze 16 km zu Fuß nach Altöt­ting. Auf dem Weg dorthin gelangt man zu drei regio­nalen Braue­reien, jeweils mit Einkehr und Bier­ver­kos­tung. Ein wahr­lich BIERiges Wochen­ende mit bierigem Aperitif, einem 4‑Gänge-Bier-Genuss-Menü und der Bier-Wall­fahrt zu den besten Braue­reien der Umge­bung bis in den Wall­fahrtsort Altöt­ting. Das Hotel Traum­schmiede verspricht unver­gess­liche Erleb­nisse und lustige Geschichten.

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Auch im Berch­tes­ga­dener Land kann man “Bier erleben”. Die “Privaten Heimat­brauer” sind zwölf Braue­reien, darunter “alte Bekannte” wie der Baderbräu aus Schnaitsee, die Klos­ter­brauerei Baum­burg, Schön­ramer mit dem Craft-Bier-Pionier und Hopfen­guru Eric Toft und Camba Bavaria in Seeon mit ihren 31 unter­schied­li­chen Bieren – von tradi­tio­nell über craf­tiges zu saiso­nalen Sorten und “oak aged“ – eichen­fass­ge­reiften – Bieren mit Aromen von Whisky, Rum, Cognac, diversen Obst­bränden und mehr. Diese “Privaten Heimat­brauer” haben zusammen eine Karte mit Wander­touren heraus­ge­geben, nach der man auf verschie­denen Touren die Braue­reien erwan­dern kann. Wer sich auf der Karte von jeder Brauerei einen Stempel holt und den Abschnitt einsendet, erhält als Geschenk eine “Heimat­brauer-Bier-Box”.

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Über “Bier & Barock in Ostbayern und Böhmen” infor­miert die Bier­zei­tung der Ostbayern Tourismus Marke­ting GmbH.  In der Ausgabe 2020 findet sich ein Artikel über “Bay-Thai-Küche mit Kracherl* und eigenem Bier” in der Schnitz­mühle in Viech­tach, ein Maybach-Auto­mu­seum in Neumarkt in der Ober­pfalz, einen 244 km langen Radrundweg, auf dem sich Bade­hose, Bier, Barock und Brot­zeit­ge­nuss zusam­men­bringen lassen, die “Herz­stück-Tour” mit der Weiß­bier­brauerei Kuch­lbauer, berühmt durch ihr Bier und die Hundert­wasser-Archi­tektur, und Welten­burg mit seiner Klos­ter­brauerei sowie über viele andere Genus­sorte und ‑erleb­nisse. Am besten selber anfor­dern, lesen und dann genießen!
*Kracherl: Zitro­nen­li­mo­nade. Früher waren die Flaschen mit einer Glas­kugel verschlossen, die man zum Trinken hinun­ter­drü­cken musste, was ein krachendes Geräusch verur­sachte.

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Zu guter Letzt gönnte ich mir am Stand von Guin­ness bei Irish Folk ein “Hophouse 13 Lager“ – die können auch anders als “nur” Stout.

Und ich freue mich auf Spanien, demnächst erst mal Barce­lona, und da gibt es eine rege Craft-Bier-Szene

Der Hopfenschmecker - Über Biergenuss und mehr ... hat sich auf der f.re.e 2020 nicht nur nach Bier umgesehen

Die f.re.e  dauert noch bis Sonntag, 23. Februar. Hingehen lohnt sich.