Brau­kunst Live! 2020 – kleine Nach­lese

Werbung – natür­lich wieder –

Was hat eine Uni mit Bier zu tun? Ganz einfach: Sie ist die Tech­ni­sche Univer­sität München (TUM) und hat einen Zweig in Weihen­ste­phan, wo man gefühlt so gut wie alles rund um Lebens­mittel studieren kann, darunter Brau­wesen und Geträn­ke­tech­no­logie (Bachelor und Master) sowie Brau­wesen (Diplom-Brau­meister).

Dazu betreibt die TUM dort eine Forschungs­brauerei, die zu verschie­denen Zwecken Biere braut. Sei es zum Auspro­bieren verschie­dener neuer Hopfen aus dem Forschungs­zen­trum Hüll, oder für Anlässe der TUM und mehr.  Hier werden übri­gens auch hand­werk­lich  Brauer ausge­bildet.

So wurde das (neben vielen anderen Bieren) auf der BKL ausge­schenkte Jubi­laTUM dort gebraut – ein Export­bier mit Pilsner, Cara­Pils, Wiener und Münchner Malzen sowie gewürzt mit Hopfen Taurus und Hers­bru­cker. Würzig, frisch, süffig („hohe Drin­ka­bi­lity“). Ich mochte es.

Bei all den Bieren sollte man auch mal über etwas alko­hol­freies nach­denken. Viele Braue­reien bieten da auch schon alk-freie Craft­biere an. Dieses Jahr habe ich beim Rieden­burger Brau­haus die „Dolden-Null“ probiert. Fruchtig-hopfig, mit 46 Bitter­ein­heiten ange­nehm herb, schmeckt es – anders als viele „gängige“ Alko­hol­freie, so richtig gut nach Bier, in diesem Fall ein IPA. Man ist auf dem Etikett übri­gens ehrlich: „Mit fast ohne Alkohol“ – bis zu 0,5 % gilt als „alko­hol­frei“. Mancher Apfel­saft hat mehr … Rieden­burger hat mich übri­gens vor Jahren mit dem „Doldensud 55“ sozu­sagen „ange­fixt“ – mit diesem Bier war meine Seele dem India Pale Ale verschrieben und ist es heute immer noch.

Der Hopfenschmecker - Über Biergenuss und mehr ... war auf der Braukunst Live! 2020

Was ich letztes Jahr schon probieren durfte, habe ich mir auch heuer wieder schme­cken lassen: HOPSTER, eine Hopfen-Limo­nade. Leckere, sehr aroma­ti­sche Alter­na­tive zu den Zucker­wäs­sern, die man sonst in den Limo-Regalen findet. HOPSTER ist welt­weit die erste alko­hol­freie Hopfen­limo – mit dem Besten aus dem Hopfen, nur ohne Bitter­stoffe und auch nicht so süß.

Aus den Hopfen­blüten, den Dolden, wird das äthe­ri­sche Hopfenöl gewonnen. In diesem befinden sich die verschie­densten blumig-fruch­tigen Hopfen­aromen. Dieser Extrakt wird mit Mine­ral­wasser versetzt. Zum Einsatz kommen die vier Hopfen­sorten „Tradi­tion“, „Taurus“, „Perle“ und „Cascade“ aus der Hallertau.

Nun noch was für die Hobby­brauer: Auf der BKL war der Haus- und Hobby­rauer-Versand Brau-Partner mit einem kleinen Stand vertreten. Alles, was das Brau­er­herz sich wünscht, kann man da online bestellen, und man bekommt darüber­hinaus auch tech­ni­sches Zubehör für die kleine und schon größere Haus­brauerei. Am besten selber mal rein­schauen: www.braupartner.de

Ich hatte über die Blind­ver­kos­tung der Münchner Hellen geschrieben – ich muss meine Einstel­lung dazu über­denken:

Bilanz der Brau­kunst Live! 2020 – Original-Pres­se­mel­dung:

Spaten Münchner Hell ist der Gewinner der neu ins Leben geru­fenen Blind­ver­kos­tung des Bier-Festi­vals BRAU­KUNST LIVE!. Dieses Helle schmeckte den Besu­chern am besten. Auf Platz zwei kommt das Staat­liche Hofbräu­haus in München mit Helles Voll­bier, der dritte Platz geht an Löwen­bräu für ihr Original Hell. Bei der Blind­ver­kos­tung von gängigen Münchner Hellen konnten Inter­es­sierte während der beiden Messe­tage teil­nehmen. Rund 500 Bier­lieb­haber testeten begeis­tert verdeckt die Getränke und gaben ihr Urteil ab.

(Anmer­kung meiner­seits: Ich schiebe das nun mal auf die von den hoch­aro­ma­ti­schen Bieren verwöhnten Zungen. Indus­tri­elles Helles kann dagegen nicht ankommen.)

Beim neuen Wett­be­werb Festi­val­Brew kann sich Schwarze Rose Craft Beer über den ersten Platz freuen. Die profes­sio­nelle Jury kürte im Vorfeld ihre Hopfen­kom­po­si­tion der drei Mainzer als am besten schme­ckende.

Der Hopfenschmecker - Über Biergenuss und mehr ... war auf der Braukunst Live! 2020
Chris­toph Meininger, geschäfts­füh­render Gesell­schafter des Meininger Verlags, und Thomas C. Raiser, Leiter Verkauf und Marke­ting bei Barth­Haas®, kürten direkt am Stand die Sieger.
Foto: © Mette Photo­graphy

Zum ersten Mal hatte die BRAU­KUNST LIVE! Braue­reien aufge­rufen, am Wett­be­werb um das beste Festi­val­Brew teil­zu­nehmen. Premi­um­partner Barth­Haas®  hatte mit Fantasia eine krea­tive Flavour-Hopfen­kom­po­si­tion aufge­legt, eine Mischung verschie­dener Hopfen­sorten, die Bieren fruch­tige Noten von Apri­kose und einen Hauch von Sahne und Kara­mell verleiht.

Die neunte Auflage der BRAU­KUNST LIVE! zieht eine posi­tive Bilanz: Knapp 5.000 Besu­cher kamen an den beiden Tagen, um alles rund um hand­werk­lich gebrautes Bier zu entde­cken. Damit liegt die Zahl der verkauften Tickets höher als im vergan­genen Jahr.

Quelle: Brau­kunst Live!

Der Hopfenschmecker - Über Biergenuss und mehr ... war auf der Braukunst Live! 2020
Prost Flo! Auf ein neues in 2021!