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Brau­kunst Live! 2018

In einem Monat ist es soweit!

Meister der Brau­kunst treffen Lieb­haber guten Geschmacks

Vom 02. bis 04. Februar 2018 beweist die Brau­kunst Live! zum siebten Mal, dass sie als bran­chen­prä­gendes Event immer wieder neue Maßstäbe setzt. Ob inno­vativ-trendy, kultig oder tradi­tio­nell – das hopfige Hand­werk findet nirgendwo eine so stim­mige Bühne wie im Münchner MVG Museum. Das Festival begrüßt mehr als 100 Aussteller, die ihre Leiden­schaft zum hand­werk­lich gebrauten Bier präsentieren. 

Ein Schwer­punkt­thema ist dieses Jahr die

Rück­be­sin­nung auf deut­sche Bierstile

Nach stark­ge­hopften India Pale Ales, hoch­aro­ma­ti­schen Stouts und alko­hol­rei­chen Barley Wines, geht der Trend der hiesigen Bier­szene jetzt wieder zu unkom­pli­zierten und tradi­tio­nellen Bieren – Helles, Weiß­bier oder Pils sind ein Schwer­punkt der kommenden Brau­kunst Live im Februar 2018. Der inter­na­tio­nale Bier­markt gestaltet sich zuneh­mend dyna­mi­scher. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht eine Brauerei eröffnet oder ein neuer Sud auf den Markt kommt. In den vergan­genen Jahren über­trumpften sich Brauer nahezu mit neuen Ideen bei Hopfen­aroma, Alko­hol­ge­halt und unge­wöhn­li­chen Zutaten im Bier. Solche Sude wird es auch weiterhin geben, um die Gaumen der Craft-Geeks zu verwöhnen. Doch es weht ein neuer Wind durch die Branche und das Zauber­wort bei  den Brauern und Konsu­menten heißt jetzt Trink­bar­keit. Ein Thema, das sich deut­sche Tradi­ti­ons­brauer seit jeher auf die Fahnen geschrieben haben.

Inno­va­tive Brauer setzen neben ausge­fal­lenen Suden immer mehr auf leichte Biere und entde­cken dabei die Beson­der­heiten deut­scher Stile wie Pilsner, Helles oder Weiß­bier – die sie aller­dings neu und kreativ inter­pre­tieren. Schließ­lich verlangen anspruchs­volle Bier­ge­nießer beson­dere Aromen, wollen aber einen Abend nicht schon nach dem ersten Glas abbre­chen, sondern gern ein zweites oder drittes genießen. Bei Alko­hol­bomben mit mehr als zehn Prozent ist das aber nur wenigen vergönnt. US-Brauer haben dies schon länger erkannt und erweisen sich wieder einmal als Vorreiter für diesen Trend. So prophe­zeit Ken Grossman, einer der ersten Craft-Brauer der Welt und Chef der Sierra Nevada Brewing Company in Kali­for­nien, schon seit einiger Zeit: „Hoch­aro­ma­ti­sche Sude mit weniger Alkohol und hoher Trink­bar­keit sind die Zukunft der inter­na­tio­nalen Bier­branche“. Er selbst führt baye­ri­sches Weiß­bier und Pils in seinem Port­folio – aller­dings nach ganz eigenen Geschmacksmustern.

Helles, Pils & Co. sind nicht nur im Ausland so beliebt wie nie zuvor. Hier­zu­lande verdeut­li­chen vor allem die aktu­ellen Statis­tiken des Deut­schen Brau­er­bundes in Berlin den Erfolg der tradi­tio­nellen Typen – wovon sowohl der Mittel­stand als auch die kleinen Craft-Brauer profi­tieren. Nach Angaben des Verbandes zählt Pils nach wie vor zu den meis­ter­ver­kauften Bier­sorten in Deutsch­land mit einem Markt­an­teil von mehr als 50 Prozent. Danach folgen Export- und Weizen­biere. Die größten Stei­ge­rungs­raten wurden im vergan­genen Jahr aber bei Spezia­li­tä­ten­bieren und indi­vi­du­ellen Hellem verzeichnet. Grund dafür ist vor allem die Dynamik in der heimi­schen Craft-Bierszene.

Mittel­stand­brauer bleiben grund­sätz­lich ihrer Linie treu, über­ra­schen inzwi­schen aber immer häufiger mit Spezia­li­täten wie etwa natur­trüben Keller­bieren, spezi­ellen Zwickl oder beson­ders gehopften Pils­in­ter­pre­ta­tionen. Ein Muster­bei­spiel für die Rück­be­sin­nung zu deut­schen Bier­stilen ist indes  die Munich Brew Mafia. Dario Stieren und Niklas Zerhoch vereinen in ihren Suden Tradi­tion und Moderne. Das Flagg­schiff der Münchner ist ein modern inter­pre­tiertes Pils. Dabei schenkt das Duo ihrem „Don Limone“ durch vier­fach-Hopfung mit der Sorte „Citra“ einen indi­vi­du­ellen Geschmacks­kick. Brau­meister Stieren weiß, dass es zur Königs­dis­zi­plin der Bier­pro­du­zenten gehört, ein sauberes Pils zu brauen. „Pils verzeiht keine Fehler, die möglich­weise im Kessel passieren können“, sagt der 27-jährige Münchner, „daher sehen wir es als Chance und Heraus­for­de­rung diesen Stil neu zu inter­pre­tieren“. Aber warum diese Typo­logie? „Einer­seits wollen wir tradi­tio­nelle Bier­trinker damit abholen und an Craft-Bier heran­führen, ande­rer­seits beglü­cken wir Craf­ties mit span­nenden Hopfen­noten“, erklärt Dario Stieren. Das nächste Projekt der Münchner liegt schon in den Lager­tanks und wird bestimmt auf der kommenden Brau­kunst Live ausge­schenkt: Ein krea­tives Münchner Helles

Auch Markus Hoppe von Hoppebräu aus dem baye­ri­schen Waakir­chen, die Crew Repu­blic aus Unter­schließ­heim sowie Tilman Ludwig von Tilmans Biere feiern Erfolg mit dieser tradi­tio­nellen Bier­sorte. Mit „Das Helle“ – das wohl zu den modernsten Suden dieser Gattung zählt – macht Jung­brauer Ludwig inzwi­schen sogar baye­ri­schen Tradi­ti­ons­häu­sern wie Tegern­seer und Augus­tiner Konkur­renz. Seine Inten­tion: „Ich wollte ein leichtes Helles mit den fruch­tigen Aromen eines ameri­ka­ni­schen Pale Ales kombi­nieren“, beschreibt der Münchner seine Krea­tion. Inzwi­schen setzt Ludwig auch auf modernes Weiß­bier und krea­tives Dunkles. 

Solche Sude kommen inzwi­schen nicht nur bei baye­ri­schen Bier­fans an. Der Grund: Fernab des Einheits­ge­schmacks über­ra­schen sie mit span­nendem Aroma­spiel und hoher Trink­bar­keit, so dass Genießer damit auch mal einen ganzen Abend verbringen können ohne gleich unter den Tisch zu kippen.

Quelle: BRAU­KUNST LIVE!

Author: Winfried Hermann

Mein Name ist Winfried Hermann, ich habe mich seit vielen Jahren dem Genuss verschrieben. Ich meine damit nicht unbedingt Trüffel oder Champagner, auch ein einfaches Butter- oder Schmalzbrot ist ein Genuss, wobei es natürlich sehr auf das Brot und das “Obendrauf” ankommt … Generell bin ich ein Freund regionaler und “fair bezahlter” Erzeugnisse. Konsequenterweise schätze ich auch ein feines Bier sehr. Das ist in meinen Augen einzig und allein vom persönlichen Geschmack abhängig und sonst weder von der Marke, der Brauart oder was auch sonst ein Bier und seinen Ruf ausmacht. Daher werden Sie hier einzig Kommentare und Informationen finden, die meinem persönlichen Geschmack entsprechen. Dafür ist alles, was hier steht, authentisch, ehrlich und so gemeint.