Bock! auf Bier

Ich hatte es schon lange vor. Endlich – am 1. März – hab’ ich es geschafft – ich habe den Haderner Bräu in München besucht.
(Dieser Beitrag ist – wie alles hier – Werbung. Ich nenne Namen und Produkte.)

Marta Girg und ihren Mann Thomas kenne ich seit der FOOD&LIFE 2017. Damals haben sie mich gleich mit ihrem IPA und ihrem Weih­nachts­bier begeis­tert und neugierig auf mehr gemacht. Nach einem Wieder­sehen auf der FOOD&LIFE 2018 und dem Genuss des “Leichten Hellen” stand fest: da musst du endlich hin. In München-Hadern in einem “Hinterhof” in der Groß­ha­derner Straße würde zunächst niemand eine Brauerei vermuten. Aber genau hier, mitten “unter Nach­barn”, haben die Wein­som­me­liere und der Bier­som­me­lier ihre Brauerei in einer ehema­ligen Werk­statt gebaut und aufge­macht. Hier brauen sie mit ihrem Brau­meister Bio-Bier – sie sind bisher die ertste und einzige Bio-zerti­fi­zierte Brauerei Münchens, Sie arbeiten dafür mit wenigen und ausge­suchten Liefe­ranten für Malz und Hopfen und sogar für den Kleber der Etiketten zusammen.

Mein Besuch war an einem Freitag, und es hat gebrummt in der kleinen Brauerei. Brau­meister Johannes Perniß machte gerade eine Führung, und Marta und ein weiterer Mitar­beiter schenkten das gerade fertige Bock­bier zur Verkos­tung  aus und betreuten die Gäste. Da wurde es schon fast eng … Zwischen kupfernen Brau­kes­seln und stäh­lernen Gär- und Reif­e­tanks hatten sie ihren Ausschank aufge­stellt und rund um ein hölzernes Fass ergaben sich mit Marta und anderen Gästen lebhafte Gespräche rund um Bier und Genuss. Es waren viele Leute aus der unmit­tel­baren Nach­bar­schaft da, aber auch von weiter her da. Das zeugt von Beliebt- und Bekannt­heit. Kein Wunder, haben es die Haderner doch in die Regio­nal­aus­gabe des Slow Food Maga­zins geschafft.

Mir schmeckte das Haderner Bock­bier so gut wie schon lange kein solches mehr. Voll­mündig und süffig ist der Bock, dafür haben die Haderner Brauer ein inten­sives tradi­tio­nelles Maisch­ver­fahren ange­wendet. Kalte Gärfüh­rung, ange­stellt bei 5 Grad, ist beson­ders gut für ein edles Aroma. Eine beson­ders lange Lage­rung von ca. 12 Wochen machen das Ergebnis perfekt. Mit einer Stamm­würze von 17,6%  und ca. 7,8% Alk. ist das Haderner Bock­bier etwas für “die Großen” und wenn man nicht mehr fahren muss, ein Genuss rund­um­adum. Ich habe mir ein paar Flaschen mitge­nommen …

Der Hopfenschmecker besucht den Haderner Bräu
Das Glas war nie wirk­lich voll – zu schnell fand das Bier den Weg in die Kehle.

Jeden Freitag ist von 15 bis 18 Uhr in der Brauerei Hofver­kauf und Verkos­tung.  Ich empfehle einen Blick hinter die Kulissen einer kleinen Brauerei  und den Genuss bayri­scher Bio-Biere.